Das Projekt wurde in Form einer dreitägigen Bildungsreise nach Zingst für Frauen unterschiedlicher Herkunft und Alters (Besucherinnen des Interkulturellen Mädchen- und Frauentreffs und Frauen aus der Nachbarschaft).umgesetzt. Es entstand auf Anregung der Teilnehmerinnen, welche oft mehrfach belastet sind und sich eine Auszeit von ihren familiären Pflichten und Strukturen.wünschten. Ziel des Projekts war, diesen Impuls aufzugreifen und entlang der dadurch entstehenden interkulturellen Begegnungen eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema Identität bzw. kulturelle Identität zu fördern. Darüber hinaus sollten die Frauen darin bestärkt werden, sich als aktives Mitglied unserer Gesellschaft zu verstehen und dadurch als Multiplikatorinnen wirksam zu werden.

In einem ersten Vorbereitungstreffen wurden zunächst Wünsche und Erwartungen an die Reise diskutiert.

Als Auftakt diente am ersten Reisetag eine Filmvorführung zum Thema Migration. In der anschließenden Diskussionsrunde wurden die im Film gezeigten Erfahrungen aufgegriffen und thematisiert.

Am zweiten Reisetag beschäftigten sich die Teilnehmerinnen im Rahmen eines Workshops u.a. mit folgenden Themen:

  • Wie identifiziere ich mich?

  • Was machen die verschiedenen Sozialisierungsprozesse mit mir, nehme ich mich als: „Zwei-heimisch“, „Pass-Deutsche und doch „Ausländerin“ oder als Besitzerin einer „hybriden Identität“ wahr?

Die Frauen wurden dadurch zu einer Reflexion ihrer individuellen Migrationserfahrungen und kulturellen Prägungen motiviert. Auch Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den gelebten Kulturen sowie die Frage, wie wir ein   positives Gefühl des „Angekommen-Seins“ entwickelt können, wurden diskutiert.

Die inhaltliche Ausarbeitung wurde durch verschiedene Bewegungsübungen und Gemeinschaftsspiele begleitet, wie z.B. gemeinsame Spaziergänge, Singen von Liedern aus der Heimat, Spiele zur Stärkung des Gruppengefühls.

In einem Nachbereitungstreffen wurden die geteilten Erfahrungen noch einmal gemeinsam besprochen und ausgetauscht. Darüber hinaus wurde die gesamte Reise in Form eines Fotoalbums dokumentiert, was für alle Teilnehmerinnen eine schöne Erinnerung darstellte.

Das Projekt steigerte bei den beteiligten Frauen die Motivation zur Eigeninitiative und Partizipation in einer vielfältigen Gesellschaft.

 

Projektdurchführung:

Interkultureller Mädchen- und Frauentreff

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